St. Pauli mit positivem Geschäftsergebnis

05. Dezember 2018 18:50 Beate Eckert-Kraft Aktuelles,Fußball , Keine Kommentare

St. Pauli Präsident Oke Göttlich

Verein schafft Balanceakt zwischen Wettbewerb und sozialer Verantwortung

Der FC St. Pauli hat zum siebten Mal in Folge das Geschäftsjahr mit einem positiven Ergebnis abgeschlossen. Das teilte der Verein auf der gestrigen Mitgliederversammlung mit. Dabei bekräftigte Präsident Oke Göttlich, dass der Verein weiterhin auf eine kontinuierliche Entwicklung setzen möchte: „Wir kaufen seit Jahren unsere Werte zurück und investieren in die Zukunft. Das ist der Balanceakt, den wir bei steigendem Wettbewerb betreiben.“ Die Eigenvermarktung in Bezug auf Merchandise und Stadion wird auch vom Aufsichtsrat gestützt.

St. Pauli setzt auf Kontinuität

Mit der Stärkung des Personals, das neben der Leistung auch nach Mentalität und Identifikation ausgewählt wurde, sei laut Oke Göttlich auch die sportliche Krise der vergangenen Saison überwunden worden. So verstärkte der Verein die Mannschaft nur gezielt auf einigen Positionen, setzte ansonsten auf den seit Jahren zusammen gewachsenen Stamm. Die Profi-Mannschaft steht derzeit auf den vierten Tabellenplatz. 

Leistungszentrum mit drei Sternen ausgezeichnet

Mit Ersin Zehir und Floran Carstens schafften in dieser Spielzeit zwei Spieler aus der eigenen Jugend den Durchbruch im Zweitliga-Team. Mit der Professionalisierung des Scoutings und dem Ausbau des Kunstrasenplatzes am Brummerskamp soll die Durchlässigkeit in den Profi-Bereich weiter erhöht werden.Die Maßnahmen wirken sich bereits positiv aus. So ist die U19 Herbstmeister der Bundesliga Nord. Das Leistungszentrum des FC St. Pauli wurde erneut mit drei Sternen ausgezeichnet.

Bau der Rasenheizung abgeschlossen

Die in den vergangenen Jahren gehäuft aufgetretenen Verletzungen sollen durch präventive Maßnahmen wie den Bau einer Rasenheizung auf dem Trainingsgelände an der Kollaustraße und mehr hauptamtliche Physiotherapeuten in Zukunft vermieden werden.

Neben der Entwicklung des Profi-Teams will der Verein auch seiner sozialen Verantwortung nachkommen und Projekte wie den Betrieb einer Musikschule und die Arbeit mit den Kiezhelden weiterhin stärken. Mit Beachvolleyball, Pipes & Drums sowie einem Segelangebot für Kinder und Menschen mit Handicap hat der Club drei neue Amateurabteilungen gegründet.

Der neue Aufsichtsrat

Auf der Mitgliederversammlung wurde auch der Aufsichtsrat gewählt. Bei 727 gültigen Stimmen stellen nun Sandra Schwedler (580), Gerrit Onken (509), Roger Hasenbein (506), Sönke Goldbeck (342), Dr. Philippe Niebuhr (278), Dr. Kai Scharff (213), und Karsten Meincke (208) die neue Besetzung für das Gremium.

„Wir haben im abgelaufenen Geschäftsjahr unseren Kurs der finanziellen Vernunft weiterhin beibehalten. Die erzielten Mehreinahmen haben wir sinnvoll in die nachhaltige Verbesserung unserer Wettbewerbssituation investiert. Zudem konnten wir um den Bilanzstichtag herum alle geltend gemachten Forderungen aus unserer FC St. Pauli-Anleihe vollständig bedienen. Der Verein ist wirtschaftlich gesund aufgestellt. Gleichwohl stellt uns die aktuelle Entwicklung des Profifußballs auch weiterhin vor große Herausforderungen“, sagt der für Finanzen zuständige Vizepräsident Carsten Höltkemeyer. Um die Wettbewerbsfähigkeit gegenüber größeren Vereinen zu erhalten, setzt sich Geschäftsführer Andreas Rettig für der 50+1 Regelung bei der DFL ein.

 


Kategorie:
Aktuelles, Fußball
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Beate Eckert-Kraft am 5. Dezember 2018 um 18:50
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