Moin, moin, PEKING

08. September 2020 09:26 Beate Eckert-Kraft Aktuelles,Geschichte,Hafen,Museen , , , , , Keine Kommentare

Rückkehr der PEKING

109 Jahre alter „Veermaster“ wieder im Heimathafen

Die Sonne ließ sich nicht lange bitten und half mit der richtigen Lichtinszenierung aus, um den 109 Jahre alten, in neuem Glanz erstrahlenden Heimkehrer in seinem Heimathafen zu begrüßen. Die PEKING ist zurück. Nach mehr als 80 Jahren legt der im Jahr 1911 bei Blohm + Voss gebaute P-Liner wieder im Hamburger Hafen an. Unter der Leitung der Stiftung Hamburg Maritim ist der Segelfrachter aus der Serie der Flying P-Liner mehrere Jahre aufwendig restauriert worden.

Hamburg begrüßt die PEKING
Hamburg begrüßt die PEKING

Die hatte sich inständig dafür eingesetzt, das Traditionsschiff vor der Verschrottung zu retten und es zurück in die Hansestadt zu holen. Nachdem der Bundeshaushaltsausschuss 2015 zustimmte, die Rückholung und Restaurierung finanziell zu unterstützen, nahm das Projekt Fahrt auf. Die PEKING lag seit 1974 als Bestandteil des South Street Seaport Museums in New York vor Anker und war nach einem Sturm schwer beschädigt worden. Für 100 Dollar wurde das Schiff verkauft.

Stiftung Hamburg Maritim als Initiator der Rückholung

Der charaktersistische schwarz-weiß-rote Rumpf der PEKING
Der charaktersistische schwarz-weiß-rote Rumpf der PEKING

Nachdem Gelder für den Kulturausschuss frei wurden, ging die Viermastbark an die Stiftung Hamburg Maritim als Eigentümer über. Der übernahm die Leitung für die Überführung und Restaurierung. Am 30. Juli 2017 gelangte der Veermaster auf einem Dockschiff erstmalig wieder auf die Elbe und wurde anschließend nach Wewelsfleth gebracht, wo es in der Peters-Werft restauriert werden sollte. Bei der Ankunft wurden alles Schäden sichtbar. Rund 38,5 Millionen Euro kostete die Restaurierung.

Die PEKING.vor der Restauration
Die PEKING.vor der Restauration

PEKING Wahrzeichen des neuen Hafenmuseums

Die PEKING wird von zwei Schleppern gezogen
Die PEKING wird von zwei Schleppern gezogen

Nach aufwändiger Sanierung erhielt die PEKING mit dem schwarzen Rumpf wieder ihre ursprüngliche Farbe. Joachim Kaiser begleitete jeden Schritt bei der Rückholung und wurde zum Ehrenkapitän der PEKING ernannt. Nachdem das Schiff im Mai 2020 an die Stiftung Historische Museen Hamburg überging, wurden alle Vorbereitungen getroffen, dem ehemaligen Segelfrachter, der auf seiner Südamerika-Route auch mehrmals Kap Hoorn umsegelt hatte, einen würdigen Platz im Hamburger Hafen zukommen zu lassen. Als Wahrzeichen des neuen Hafenmuseums soll es zukünftig in Grasbrook vor Anker gehen. Nach seiner Rückführung über die Elbe, legte der Heimkehrer gestern gegen 19 Uhr vor dem Hafenmuseum im Hansahafen an.

Ankunft in Hamburg nach mehr als 70 Jahren

Zahlreiche Zuschauer säumen das Elbufer
Zahlreiche Zuschauer säumen das Elbufer

Um 6 Uhr hatte die Überfahrt der PEKING – von zwei Schleppern gezogen – begonnen. Da der Einlauf bei Hochwasser erfolgen sollte, gab es vor der Einfahrt nach Hamburg bei Stade eine fünf-stündige Pause. Von Salutschüssen, zahlreichen Fahrgastschiffen und begeisterten Zuschauern am Elbufer begleitet lief der 115 Meter lange Großsegler gegen 16:45 Uhr bei Sonnenschein in Hamburg ein – für alle an der Rückführung Beteiligten ein großer Moment. Nun liegt die PEKING als neuer Blickfang im Hansahafen.

Fotos: © Beate Eckert-Kraft – www.imajix.de


Kategorie:
Aktuelles, Geschichte, Hafen, Museen
Autor:
Beate Eckert-Kraft am 8. September 2020 um 09:26
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