Miniatur Wunderland überquert den Atlantik

14. August 2019 18:59 contrast media Aktuelles,Architektur,Hafencity,Museen , , Kommentare deaktiviert für Miniatur Wunderland überquert den Atlantik

Frederik Braun zeigt den Sprung über das Fleet

Größte Eisenbahnanlage der Welt wird volljährig

Gerade konnte das Miniatur Wunderland mit Konfettiregen mit der Auszeichnung für die maßstabsübergreifend größte Modelleisenbahnanlage der Welt zwei neue Guinness Weltrekordtitel entgegennehmen, da richtet sich der Blick der Betreiber schon nach vorn. Mit 18 Jahren volljährig geworden, geht es nun in den Planungen über den Atlantik in die große weite Welt hinaus. Damit ist es nicht mehr nur die Größte im Maßstab H0, sondern auch die unter allen verschiedenen Modellbahntypen.

Während im aktuellen Gebäude gerade am vorerst letzten Abschnitt Monaco/ Provence gebaut wird, laufen schon die Planungen die Überquerung des Atlantiks. Mit Buenos Aires soll ein neuer Abschnitt entstehen. Dabei hat Betreiber Gerrit Braun natürlich auch wieder ganz neue Ideen.

Dabei die Entwicklung einer neuartigen Technik helfen: Die Vision ist es, über skalierbare Magnetfelder ein Miniatur-Formel-1-Rennen zu erschaffen. „Ein MiniaturFormel-1-Rennen ist neben unserem Flughafen das bisher technisch anspruchsvollste Projekt in der Geschichte des Wunderlandes. Wir haben gerade auf einer Teststrecke die ersten Boliden zum Fahren gebracht. Bis wir allerdings F1-Rennen mit unterschiedlichen Fahreigenschaften und Überholmanövern abbilden können, liegt noch ein langer Weg vor uns“, sagt Braun. Die Eröffnung soll im November 2020 stattfinden.

Neue Flächen jenseits des Fleets

Um die neuen Projekte zu realisieren, ist zunächst einmal der Sprung über das Fleet nötig. Das Miniatur Wunderland hat hier 3000 Quadratmeter neue Flächen angemietet. Hier sollte ursprünglich ein England-Abschnitt entstehen. Die Idee wurde nun erstmal zurückgestellt und die modelltechnische Erschließung Südamerikas vorgezogen. „Wir haben quasi unseren Brexit bereits vollzogen“, sagt Frederik Braun und weiter: „Mittlerweile kommen 25 Prozent unserer Gäste aus dem Ausland. Für viele sieht Europa sehr ähnlich aus. Alte Häuser, kleine Städtchen, Wiesen, Felder, Wälder und hin und wieder Berge. Daher haben wir uns entschieden ganz neue Welten zu erschaffen. Wir beginnen dieses Vorhaben mit dem Bauabschnitt Südamerika. Die Idee dazu ist uns in New York gekommen, als wir eine – im ausschließlich positiven Sinne – vollkommen verrückte Familie aus Argentinien kennengelernt haben.“

Bis Ende 2021 sollen hier die wilde Natur Südamerikas mit Regenwald und Patagonien, Chile, Peru sowie die Metropole Rio entstehen. Zudem ist mit der Welt von Oben auch ein neues Konzept in die Planungen eingeflochten.

Der Abschnitt Mittelamerika & Karibik soll bis Ende 2023 fertig sein. Bis Ende 2016 ist ein Asien Abschnitt geplant.

Komplette Überarbeitung des Kirmes

Aber auch diesseits des Fleets sind Neuerungen geplant. Der 2001 zur Eröffnung des Wunderlandes gebaute Kirmes soll auf einer doppelt so großen Fläche komplett überarbeitet werden. Dabei sollen neben rund 100.000 LEDs auch neue technische Spielereien zum Tragen kommen. Die Eröffnung ist für November 2019 geplant.

Urheberrechtshinweis: Das Beitragsfoto wurde uns freundlicherweise vom Miniatur Wunderland zur Verfügung gestellt.


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Aktuelles, Architektur, Hafencity, Museen
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contrast media am 14. August 2019 um 18:59
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