Hamburg sagt nein zu Olympia

31. Mai 2026 23:31 contrast media Aktuelles,Gesellschaft,Sport , , ,

Olympia Referendum Hamburg

Hansestadt scheitert auch im 2. Bürgerschaftsreferendum

Gegen 20 Uhr stand fest, was sich in den Stunden vorher bereits in den in #chtzeit angezeigten Statistiken anbahnte. Hamburgs Bürgerinnen und Bürger haben sich im Rahmen des Bürgerschaftsrerendums in der Mehrheit gegen die Bewerbung um die Olympischen und Paralympischen Spiele beim DOSB für die Jahre 2036, 2040 oder 2044 entschieden. Die Hansestadt scheitert nach dem 29. November 2015 zum zweiten Mal an der Hürde der Abstimmung. Damit ist wohl endgültig die Chance vertan, die Spiele einmal live in der Stadt erleben zu können.

Für Deutschland bleiben München und Nordrhein-Westfalen im Rennen, wo sich die Bevölkerung klar für die Bewerbubg ausgesprochen hat, sowie Berlin, das nach einem Senatsbeschluss am weiteren Verfahren teilnimmt. Dabei gab es rund 1,3 Millionen Stimmberechtigte die mit ja oder nein abstimmen konnten. Zudem musste es mindestens 262.609 Ja-Stimmen geben. Da sich mehr als 50% für nein entschieden hsben, war die Enttäuschung bei den Befürwortern groß.

Bereits am Nachmittag inklusive der starken Beteiligung an der Briefwahl bereits 47,1 Prozent der Berechtigten abgestimmt.Dann zeichnete sich relativ klar einevTend3nz gegen die Spiele ab. Bis Ende des Jahres fällt nun die Entscheidung, welcher deutsche Bewerber am internationalen Verfahren teilnimmt.

Statement des Bürgermeisters

Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher: „Das Votum ist für den Senat verbindlich. Ich habe dem Präsidenten des DOSB, Thomas Weikert, sowie dem Vertreter Deutschlands beim IOC, Michael Mronz, soeben mitgeteilt, dass Hamburg seine Olympia-Bewerbung zurückzieht. Viele Bürgerinnen und Bürger, die sich auf die Spiele gefreut haben, sind über das Ergebnis des Referendums enttäuscht. Auch ich bedaure das Votum sehr, bedanke mich aber bei allen, die das Ziel, die Spiele nach Hamburg zu holen, unterstützt haben. Wir wussten aus dem früheren Referendum, dass die Skepsis gegenüber Olympia in Hamburg größer ist als in vielen anderen Städten. Gleichwohl haben wir uns dafür entschieden, weil Olympische und Paralympische Spiele nach den heutigen Bedingungen eine große Chance für alle sind. Sie hätten vielen Entwicklungen Rückenwind gegeben, die wir auch ohne Olympia für unsere Stadt erreichen wollen. Genau das ist jetzt unser Auftrag. Wir werden unsere Ziele in der Stadtentwicklung und die Umsetzung der großen Infrastrukturprojekte, für die wir die Unterstützung der Bundesregierung benötigen, jetzt auch ohne Olympia mit aller Kraft verfolgen.“

Related Images: