Senat beschließt 16-Punkte-Programm gegen Fluglärm

27. April 2016 07:47 contrast media Aktuelles ,

Hamburg ist eine der wenigen Großstädte, bei denen der Flughafen mitten in der Stadt liegt. Anwohner in der Einflugschneise werden von dem Lärm, den Flugzeuge im Landeanflug hinterlassen, belästigt. Der Senat hat zur Verminderung des Fluglärms jetzt ein Maßnahmenpaket mit 16 Punkten beschlossen und der Bürgerschaft vorgelegt.

Start am Flughafen Hamburg

Start am Flughafen Hamburg

Im Zuge des Maßnahmenpakets sollen An- und Abflug lärmoptimiert durchgeführt werden. Dazu sollen die Erfahrungen anderer deutscher Flughäfen herangezogen werden. Zusätzlich werden die Gebühren für späte Landungen nach 22 Uhr sowie lärmklassenabhängig erhöht. Die Einflugschneise im Nordosten Hamburgs wird schmaler und länger. Zudem kann die Fluglärmschutzbeauftragte künftig weisungsunabhängig vom Senat gemeinsam mit der Behörde für Wirtschaft und Verkehr (BWVI), dem Flughafen Hamburg und der Deutschen Flugsicherung Maßnahmen erarbeiten. Bereits seit 2015 gibt sie auf ihrer Internetseite www.hamburg.de/fluglaerm eine Übersicht zur Einhaltung der Bahnbenutzungsregeln.

Flugzeug im Landeanflug auf den Flughafen Hamburg

Flugzeug im Landeanflug auf den Flughafen Hamburg

Umweltsenator Jens Kerstan sagtt dazu: „Unser Ziel ist es, die Lärmbelastung für die Hamburginnen und Hamburger durch den Flughafen so gering und so erträglich wie möglich zu gestalten. Der 16-Punkte-Plan bringt uns hier einen großen Schritt weiter. Durch eine Gesetzesänderung wollen wir die Position der Fluglärmschutzbeauftragten stärken. Mit dieser Regelung setzt Hamburg bundesweit ein Zeichen für mehr Fluglärmschutz. Ich freue mich, dass es gelungen ist, über den 16-Punkte-Plan hinaus zusammen mit dem Flughafen eine Pünktlichkeitsoffensive mit den Airlines zu vereinbaren. Zusammengenommen werden die Maßnahmen für viele Bürgerinnen und Bürger eine spürbare Entlastung bringen.“