St. Pauli kassiert unnötige Niederlage in Stuttgart

08. August 2016 23:01 Beate Eckert-Kraft Fußball ,

Stürmer Aziz Bouhaddouz vom FC St. Pauli

War das ärgerlich. Der FC St. Pauli ist ín seinem Auftaktspiel der 2. Bundesliga beim Aufstiegsfavoriten VfB Stuttgart knapp an einer Sensation vorbeigeschlittert. Erst drei Minuten vor Schluss konnte der der VfB den Siegtreffer zum 2:1 durch Gentner erzielen. St. Pauli hatte es versäumt, die Führung durch Aziz Bouhaddouz in der ersten Hälfte auszubauen.

Der VfB Stuttgart hatte sich seinen Start in seine erste Zweitliga-saison sicherlich anders vorgestellt. Die Kiezkicker spielten überraschend frech im fremden Stadion drauflos. Immer wieder brachte der schnelle Ffa Picault die VfB-Abwehr in Verlegenheit. In der 28. Minute erzielt dann auch Neuzugang Bouhaddouz das verdiente 1:0. Bis zu Pause hat er noch zwei weitere Großchancen per Kopfball (36.) und durch einen schuss an den Innenpfosten (37.). Bereits in der 19. Minute hätte es einen Strafstoß für den FC geben müssen, nachdem Stuttgarts neuzugang Terodde Lasse Sobiech im Strafraum ungestüm foult.

Die erste Hälfte hat offenbar viel Kraft gekostet. Der VfB hat vor allem mit der Einwechslung von Maxim deutlich zugelegt. Trotzdem kommen die Hamburger weiterhin zu guten Chancen. Trainer Lienen nimmt mit Bouhaddouz und Picault seinen entkräfteten Wirbelsturm heraus und versucht, die Defensive zu stärken.Doch dafür spielt seine Mannschaft jetzt zu offen. In der 67. Minute erzielt Maxim den 1:1 Ausgleich.

In der Schlussphase lässt sich der FC sogar im fremden Stadion auskontern. Nach einem Schuss von Insua kann Kapitän Gentner den Ball noch an Torhüter Himmelmann vorbei ins Tor spitzeln. “Einen unverdienteren Sieg habe ich selten erlebt”, sagt Ewald Lienen im Anschluss an das Spiel bei Sky. “Unverdiente Siege gibt es nicht, er war vielleicht glücklich”, kontert Trainer-Kollege Jos Luhukay.

Der FC St. Pauli muss nun bei seiner Heimpremiere am Sonnabend gegen Eintracht Braunschweig punkten, um nicht gleich zum Saisonstart den Anschluss zu verlieren. Dazu muss das Team vor allem die Niederlage aus dem Kopf bekommen.