Hamburg bewirbt sich um Europäische Arzneimittelbehörde

22. Februar 2017 17:29 contrast media Aktuelles

Der Hamburger Senat will die europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) an die Elbe holen. Die derzeit noch in London ansässige Agentur muss wegen des Austritts Großbritanniens aus der Europäischen Union verlagert werden. Neben Hamburg haben auch Berlin und Bonn Interesse an einer Bewerbung angemeldet.

Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks und Wirtschaftssenator Frank Horch haben bereits das Interesse der Hansestadt beim Bundesgesundheitsministerium hinterlegt. Der Wirtschaftssenator hebt die internationale Ausrichtung Hamburgs hervor: „Hamburg ist ein Anziehungspunkt für internationale und europäische Unternehmen und Institutionen, wie etwa für den Internationalen Seegerichtshof. Auch rund 100 hier ansässige Konsulate machen den internationalen Stellenwert der Stadt deutlich. Hamburg bietet nicht nur das geeignete Umfeld, damit die EMA ihre Arbeit erfolgreich fortsetzen kann. Durch das internationale Renommee kann Hamburg als Standort auch in anderen europäischen Ländern Zustimmung finden.“

Gesundheitssenatorin Prüfer-Storcks unterstreicht die Ambitionen durch die Bedeutung der Region im Bereich Medizintechnik und Pharmazeutik: „Die EMA könnte in Hamburg von einem hervorragenden Umfeld in Medizin und Wissenschaft profitieren. Über 500 Unternehmen aus den Bereichen Biotechnologie, Medizintechnik und Pharmazeutik verdeutlichen den Ruf der Stadt und der Region als Medizinmetropole. Auch in der Qualität genießen einzelne Einrichtungen in Medizin und Pharmazie einen hervorragenden Ruf, wie etwa das Universitätsklinikum Eppendorf.“