Eintreffen der Staats- und Regierungschefs für G20

06. Juli 2017 22:31 contrast media Aktuelles , ,

Im Vorfeld des Gipfels kam es zu ersten Gesprächen

Heute sind die Staatschefs der Mitgliedsstaaten für den G20 Gipfel eingetroffen. Bereits im Vorwege der morgen und übermorgen stattfindenden Veranstaltung fanden die ersten Treffen statt. Im Atlantic Hotel empfing die Bundeskanzlerin Angela Merkel US- Präsident Donald Trump und den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan. Bei dem Gesprächen mit Trump waren auch die Außenminister der beiden Länder Siegmar Gabriel und Rex Tillerson anwesend.

Hotel Atlantic

Hotel Atlantic

Der aus der Finanzkrise im Jahr 2008 hervorgegangene soll den Staats- und Regierungschefs die Möglichkeit zu informellen Gesprächen geben. Die politische Situation in Afrika steht als Hauptthema auf der Tagesordnung. Neben Deutschland gehören dem G20 weitere wichtige Industrie- und Schwellenländer an: USA, Kanada, Russland, China, Großbritannien, Frankreich, Italien, Türkei, Brasilien, Mexiko, Argentinien, Saudi-Arabien, Indien, Australien, Indonesien, Japan, Südkorea, Südafrika und die EU.

Klimawandel und Stabilität in der Weltpolitik auf der Tagesordnung

Abgesichertes Park Hyatt Hotel

Abgesichertes Park Hyatt Hotel

Während der Gipfel ursprünglich rein wirtschaftliche Themen behandelt, sollen in diesem Jahr auch Probleme, die die Zivilgesellschaft betreffen, stärker eingebracht werden. So stehen der Klimawandel und die angespannte weltpolitische Situation als weitere Themen auf der Tagesordnung. Die finden aber offenbar nicht alle Teilnehmer interessant. Pikant ist dabei, dass Wladimir Putin und Donald Trump ihr persönliches Gespräch am morgigen Tag auf die gleiche Zeit verlegt haben, an der die Gespräche zum Klimawandel stattfinden.

Daneben wird es bei dem ersten Gespräch der beiden polarisierenden Staatschefs auch um die angespannte Situation in Syrien geben. Die Hoffnung auf Einigkeit und Frieden kann allerdings nicht zu hoch gehängt werden, da die Interessenlagen der beteiligten Staatn in dem vom Krieg gezeichneten Land sehr weit auseinander liegen.

Damit wird deutlich, dass die Visionen über die Welt, in der wir leben wollen, bei den beteiligten Partnern deutlich auseinander liegen. Wie Russland will auch die USA in Zukunft das Abschmelzen der Polkappen nutzen, um an den frei werdenden Flächen nach Öl zu bohren.

Am Abend kam es im Rahmen der Demonstration “Welcome to Hell” zu schweren Ausschreitungen. Die Polizei setzte Wasserwerfer und Reizgas ein. Unter eine Vielzahl friedlicher Demonstranten an der Hafenstraße hatten sich Autonome gemischt. Die Polizei stoppte den Demonstrationszug, der durch Wohngebiete führen sollte.