Maskenpflicht in Hamburg

21. April 2020 18:50 contrast media Aktuelles

Mundschutz

Mund-Nasenschutz vor allen in ÖPNV und Geschäften Pflicht

Nach den ersten Lockerungen der Maßnahmen im Zusammenhang mit COVID-19 wird ab Montag, dem 27. April 2020, auch in Hamburg eine Maskenpflicht eingeführt. Die soll insbesondere im öffentlichen Nahverkehr, Geschäften und auf Wochenmärkten gelten. Dabei reichen einfache Masken aus, die Mund und Nase bedecken. Auch selbst genähte Masken sind weiterhin erlaubt. Bis zur Einführung der Pflicht sollen Masken im Einzelhandel verfügbar sein.

Bereits seit gestern haben zahlreiche Geschäfte wieder geöffnet. Der Betrieb in der Hamburger Innenstadt ist nur leicht angestiegen. Dabei waren viele Menschen trotz Empfehlung noch ohne Maske unterwegs. Daher wird nun aus der Empfehlung nun eine Maskenpflicht, die aber vor allem für Orte gilt, in denen der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht einzuhalten ist. Das gilt insbesondere für den ÖPNV, da mit den Lockerungen auch eine höhere Dichte in Bahnen und Bussen zu erwarten ist.

Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher knüpft die Pflicht allerdings an den besseren Zugang zu Masken und daran, dass die Verfügbarkeit nicht auf Kosten der Verfügbarkeit für Menschen in systemrelevanten Branchen geht.

Der Hamburger Sv und der FC St. Pauli haben bereits Masken mit ihrem Branding ihren in Online-Shops zur Verfügung. Für die HSV-Masken gibt es schon 30.000 Vorbestellungen. Die Einnahmen kommen abzüglich der Herstellungskosten der Initiative Hamburger Weg zugute, die sich für soziale Projekte einsetzt.

Krankschreibung per Telefon bleibt möglich

Entgegen anders lautenden Meldungen bleibt die Krankschreibung per Telefon auch weiterhin möglich. “Wir müssen unbedingt vermeiden, dass es in den Sprechstunden der Hausärzte zu einem höheren Aufkommen an Patientinnen und Patienten mit einem akuten Infekt kommt, um somit das Ansteckungsrisiko zu verringern. Ich rufe die Hamburgerinnen und Hamburger dennoch dazu auf, bei akuten erheblichen Erkrankungen und insbesondere Symptomen von Herzinfarkt und Schlaganfall nicht zu zögern, die 112 anzurufen, um sofort entsprechende ärztliche und medizinische Hilfe zu bekommen. Auch die erforderliche ambulante Behandlung soll weiterhin erfolgen”, sagt Gesundheitssenatorin Cornelia Pfüfer-Storcks.

2700 Nach COVID-19-Infektion genesen.

Laut Robert-Koch-Institut sind bisher in Hamburg 2700 der zuvor mit dem Sars-Cov-2-Virus positiv getesteten und gemeldeten Personen als genesen betrachtet werden. Die Gesundheitsbehörde geht demnach von rund 1.700 mit dem Coronavirus infizierten Hamburgerinnen und Hamburgern aus. Die Zahl der Neuinfektinen hat sich in den letzten Tagen auf eine Zahl zwischen 33 und 50 Meldungen stabilisiert. 91 Personen sind mit einer Corona.Infektion gestorben.

Wichtige Telefonnummern

Arztruf bei Symptomen 116 117

Zusätzlich können sich Patienten mit Erkältungsbeschwerden und Corona-Verdacht ab morgen in einer der zehn neu eingerichteten Infektpraxen der Kasseärztlichen Vereinigung über die Telefonnummer 040-22802-930 melden.

Mit allgemeinen Fragen können sich Interessierte an die Corona-Hotline der FHH wenden: 040 – 428 284 000

Senioren-Hilfetelefon: 040 – 428 28 8000

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