Südliche Deichtorhalle wird grundlegend saniert

09. Juni 2021 18:09 Beate Eckert-Kraft Aktuelles,Architektur ,

Restauration Deichtorhalle

Denkmalgerechte Modernisierung des Hauses der Photographie

Der rund 100 Jahre alte Komplex der Deichtorhallen ist eines der wichtigsten der wichtigsten technischen Denkmale industrieller Kultur der Stadt. Nachdem bereits im Jahr 2015 die Sanierung der Nordhalle abgeschlossen wurde, wird ab Herbst 2021 die Südhalle umfassend saniert und modernisiert. Die rund 66 Millionen Euro kostende Restaurierung betrifft die Fassade und die darin befindliche Halle mit dem Haus der Photographie. Die Wiedereröffnung ist für den Sommer 2024 geplant, in dem die Deichtorhallen ihr 35-jähriges Jubiläum feiern.

Die zu Beginn des 20. Jahrhunderts als Blumenhalle gebaute Deichtorhalle bietet seit Jahren Ausstellungsflächen für Kulturschätze der Fotografie. Nach einer gründlichen Untersuchung der Bausubstanz wurden in enger Abstimmung mit dem Denkmalschutzamt Schäden an der Trägerkonstruktion und der Fassade festgestellt, die mit der Sanierung behoben werden müssen. Daher muss die komplette Fassade erneuert werden. Die Sanierung soll mit einer Modernisierung einher gehen, die das Haus an internationale Standards. So soll filigrane Giebelverglasung wiederhergestellt werden und zu einer lichtdurchfluteten Halle beitragen.

Flächen für kulturelle Bildung und Sammlung F.C. Gundlach

Der Eingang an der Nordseite wird neu gestaltet. Zudem sollen auch Eingänge zu den anderen Richtungen ausgebaut werden, die die Halle auch zur HafenCity hin öffnen. An der Westseite sind in der 1. Etage zusätzliche Flächen für einer Dauerausstellung der Sammlung von F.C. Gundlach geplant. An der Nordseite sollen Workshopflächen für kulturelle Bildung entstehen. Die Flächen für die Buchhandlung und das restaurant bleiben bestehen, werden aber modernisiert und anders aufgeteilt.

Die Umsetzung findet auf Basis des Mieter-Vermieter-Modells statt, das das Projekt durch zukünftige Mieten refinanziert. Die Realisierung übernimmt die zur Finanzbehörde gehörende Sprinkenhof GmbH gemeinsam mit dem auf Denkmalschutzprojekte spezialisierte Architekturbüro Krekeler Architekten.

Fotos: © Beate Eckert-Kraft – www.imajix.de