Wirtschaft und Klimaneutralität Thema beim Umweltwirtschaftsgipfel

30. November 2021 19:02 contrast media Aktuelles,Wissenschaft , , ,

Umweltsenator Jens Kerstan auf dem Gründach des Unilever-Hauses

Jährliches Netzwerktreffen der UmweltPartnerschaft Hamburg

Unter dem Titel Klimaneutrales Hamburg – was muss die Wirtschaft leisten? trafen sich heute zum jährlich stattfindenden Umweltwirtschaftsgipfel der UmweltPartnerschaft Hamburg im Rathaus Entscheider und Entscheiderinnen aus Unternehmen. Neben Umweltsenator Jens Kerstan gaben auch die Vorstandsvorsitzende der HHLA Angela Titzrath sowie Prof. Dr. Dirk Messner, der Präsident des Umwelt-Bundesamts Statements an.

Träger der im Jahr 2003 gegründetem Allianz UmweltPartnerschaft Hamburg sind die Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft (BUKEA), der Industrieverband Hamburg e.V., dem Unternehmensverband Hafen Hamburg e.V., die Handwerkskammer Hamburg und der Handelskammer Hamburg. Mittlerweile engagieren sich rund 1550 Unternehmen für den für betrieblichen Umwelt- und Klimaschutz.

Jens Kerstan sagt: „Klimaziele werden nicht auf Konferenzen und am grünen Tisch erreicht, sondern in Städten und Kommunen mit ganz konkreten Schritten im Verkehr, im Energiesektor – und auch in der Wirtschaft. In der UmweltPartnerschaft sind seit Jahren die Unternehmen unserer Stadt versammelt, die sich engagiert für Umwelt- und Klimaschutz einsetzen. Wir stellen uns die Frage, was die Wirtschaft auf dem Weg zur Klimaneutralität leisten muss. Eine Menge – das ist wohl die ehrliche Antwort. Das Gute daran ist: In der Transformation der Wirtschaft liegen große Chancen. Wir können in Hamburg zeigen, wie Circular Economy funktioniert, wie Stahl oder Kupfer mit Wasserstoff produziert wird, wie Innovationen zum Exportschlager werden, wie Planungssicherheit in Gesetzen und kluge Förderung neue Märkte und Jobs schaffen.“

Prof. Dr. Dirk Messner sieht vor allem die Chancen, die in einer Transformation der Wirtschaft liegen: „Klimaschutz kann verbunden werden mit neuen Geschäftsmodellen, Investitionen, Innovationsprozessen – Klimaschutz kann einen Modernisierungsschub für diese Gesellschaft bedeuten. Wenn wir das mit den unterschiedlichen gesellschaftlichen Akteuren in einem gemeinsamen Narrativ nach vorne bringen, dann wirkt das wie ein Beschleuniger. Wir brauchen Transformationsallianzen, um den tiefgreifenden Wandel schnell voranzubringen:“

Angela Titzrath wirft einen Blick auf bereits erfolgreich umgestzte Modelle bei der HHLA: „Mit dem Container Terminal Altenwerder betreiben wir die bisher einzige zertifizierte, klimaneutrale Umschlagsanlage der Welt. Wir transportieren mehr Container auf der Schiene als die Häfen in Bremerhaven, Antwerpen und Rotterdam zusammen. Bis zum Jahr 2040 soll der gesamte HHLA-Konzern klimaneutral produzieren. Durch Investitionen in unsere Terminalanlagen im Hamburger Hafen, durch die Verlagerung von Transporten von der Straße auf die Schiene durch unsere Bahntochter Metrans sowie nachhaltige Innovationen werden wir auch künftig wesentlich dazu beitragen, dass Hamburg seine Klimaziele erreicht“

Foto: © Beate Eckert-Kraft – www.imajix.de