Neuer Hochleistungsrechner für Deutsches Klimarechenzentrum

03. März 2022 18:51 contrast media Aktuelles,Wissenschaft , , ,

Modellierung des Erdsystems am DKRZ

Vierfache Leistung für Simulation von Klimamodellen durch Supercomputer Levante am DKRZ

Mit spezifischen Hochleistungsrechnern und Dateispeichersystemen verfügt das Deutsche Klimarechenzentrum DKRZ in Hamburg über die umfangreiche Modellierung von Klimamodellen. Erforschung des komplexen Wechselspiels zwischen Erde und Umwelt erfordert enorme Rechenleistungen und einen umfangreichen technischen Aufwand. Mit dem am 1. März 2022 in Betrieb genommenen Supercomputer Levante ist die Rechenleistung im Vergleich zu den Vorgängersystemen mit 14 PetaFLOPS vervierfacht worden.

Levante verfügt über 2.832 Rechnerknoten mit jeweils zwei Prozessoren. 14 PetaFLOPS heißt, dass 14 Billiarden mathematische Operationen pro Sekunde durchgeführt werden können. Der Hauptspeicher des Systems umfasst mehr als 800 Terabyte; das entspricht der Speicherkapazität von etwa 100.000 Laptops. Mit der Expertise der am DKRZ arbeitenden Forscher und den neuen technischen Möglichkeiten sind noch präzisere Klimamodellierungen möglich.

Mit der Simulation von hoch aufgelösten globale Klima- und Erdsystemmodellen können durch eine langfristige Projektion und Untersuchung verschiedene Szenarien durch mögliche Klimaänderungen dargestellt werden. Dabei wirken neben der Universität Hamburg, dem Max-Planck-Institut für Meteorologie und auch das Helmholtz-Zentrum HEREON in Geesthacht zusammen. Die Kosten von 45 Millionen Euro tragen Freie und Hansestadt Hamburg, die Max-Planck-Gesellschaft.

„Mit dem neuen Supercomputer am Deutschen Klimarechenzentrum wird in Hamburg die Klimaforschung der Zukunft betrieben. Das neue System bietet eine einzigartige Forschungsmöglichkeit und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur globalen Klimaforschung“, sagt Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank.

Foto: © Beate Eckert-Kraft– www.imajix.de