Hamburger Musikwirtschaft zentraler Motor für Hamburg

09. Oktober 2023 19:40 contrast media Musik,Wirtschaft , , , ,

v.l.: . Yann Girard, Norbert Aust, Alexander Schulz, Carsten Brosda, Huth

Studie zeigt Beitrag der Musikbranche zur Gesamtwirtschaft der Region

Die Hamburger Musikwirtschaft ist ein zentraler Motor für die Wirtschaft in der Region Hamburg. Die Bruttowertschöpfung der Branche kommt einem Sechstel des Beitrags des Hamburger Hafens gleich und macht das Anderthalbfache der Sportbranche in der Stadt aus. Zu diesem Ergebnis kommt eine heute in der Handelskammer Hamburg von Dr. Yann Girard vorgestellte Studie. Sie stellt dar, welchen Beitrag hiesige Musikunternehmen der Musikwirtschaft am Wohlstand der Stadt haben. Dabei wurden die Wertschöpfung, Beschäftigung und das Steueraufkommen berücksichtigt. Hamburg Music Business e. V hatte die Studie Oxford Economics, einem führenden Wirtschaftsunternehmen in Auftrag gegeben.

16.000 Beschäftigte in Hamburger Musikwirtschaft

Die Daten wurden für 2019 ermittelt. Demnach ergibt sich ein Gesamtbeitrag zur Bruttowertschöpfung in Höhe von 1,03 Milliarden Euro. Daran sind 16.000 Arbeitsplätze beteiligt. 60 Prozent werden von der Branche direkt erwirtschaftet. Die Corona-Pandemie war zwar ein großer Einschnitt, inzwischen ist die Branche von den Umsätzen her fast wieder auf Vor-Corona-Niveau. Die Hamburger Musikwirtschaft trägt 20 Prozent zur Bruttowertschöpfung der bundesweiten Musikwirtschaft bei,

Hamburg mit Tourismusausgaben vor Berlin und München

Rund 13 Prozent der Übernachtungen in der Hansestadt resultieren aus Reisen zu Musikveranstaltungen Mit der Anregung von Tourismusausgaben in Höhe von 914 Millionen Euro ist die Musikwirtschaft auch ein wichtiger Faktor für den Tourismus. Damit liegt Hamburg vor Berlin und München.

Studie zeigt Entwicklungs- und Förderstrategien für die Branche

Aus der Studie ergeben sich wichtige Entwicklungs- und Förderstrategien für die Branche, die de Standort für Fachkräfte und Talente stärken und Innovationen ermöglichen sollen.

„Längst ist die Musikwirtschaft nicht nur kulturell von größter Bedeutung für die Kulturstadt Hamburg, sondern auch eine zentrale Säule für den wirtschaftlichen Erfolg der Stadt. Besonders erfreulich ist, dass die Branche dank staatlicher Hilfen wie Kurzarbeitergeld und umfangreicher Landeshilfen, vor allem aber auch dank eines hervorragenden Umfelds so gut aus der Corona-Krise herausgekommen ist und nun wieder an alte Stärke anschließen kann. Die Studie gibt uns wichtige Hinweise, wie wir die Branche und die Musikkultur und damit letztlich auch die Wirtschaftskraft der Stadt weiter stärken können“, sagt Kultursenator Dr. Carsten Brosda.

Alexander Schulz, der Vorstandvorsetzender Hamburg Music Business e. V. sieht noch viel Potenzial in der Entwicklung der Branche: „Die Ergebnisse unterstreichen deutlich, dass unsere Branche neben der kulturellen und gesellschaftlichen Relevanz maßgebliche Impulse im gesamtwirtschaftlichen Kontext in der Region Hamburg setzt, deren Potenziale noch längst nicht ausgeschöpft sind.“

Foto: v.l.: . Yann Girard, Norbert Aust, Alexander Schulz, Carsten Brosda, Huth © Beate Eckert-Kraft – www.imajix.de

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