Hamburg Towersunterliegen RASTA Vechta trotz Comeback
Aufholjagd der „Türme“ in der zweiten Hälfte kommt zu spät
Die Hamburg Towers mussten gegen RASTA Vechta eine bittere Niederlage einstecken. Nach einer verpatzten ersten Hälfte legten die „Türme“ ein eindrucksvolles Comeback hin, konnten aber letztendlich den Rückstand von 33 Punkten nicht mer aufholen und unterlagen vor 3400 Zuschauern in der InselPark Arena mit 83:92 (52;69 28:53 10:33). Den Hamburgern gelang es zu keinem Zeitpunkt, TJ Bamba (21 Punkte, 6 Rebounds) und Alonzo Verge Jr. (19 Punkte) in den Griff zu bekommen. Vor allem Letzterer setzte seine Mitspieler mit neun Assists immer wieder überragend unter dem Korb ein. Bei den Towers überzeugte insbesondere Devon Daniels, der mit 24 Punkten Top-Scorer der Partie wurde.
Die Hamburg Towers wollten nach einem schwierigen Saisonstart noch die Chance auf einen Platz in den PlayIns nutzen, den der Nordrivale aus Niedersachsen mit 14 Siegen belegt. Hamburgs Head Coach Benka Barloschky konnte dabei erstmals wieder nach seiner Verletzung auf Martin Breunig zurückgreifen.




RASTA Vechta mit dominantem Start
Aber die Hamburger waren noch nicht auf dem Platz, da liegen sie schon mit 6:30 zurück. Vechta unterbindet das Aufbauspiel der Gastgeber bereits in der eigenen Hälfte und erzwingt so zahlreiche Ballverluste (24 Turnover). Alonzo Verge Jr. findet immer wieder Anspielstationen im Zentrum, die seine Mitspieler zu nutzen wissen. Dagegen können sich die Towers zunächst kaum unter em Korb durchsetzen und versuchen es mit Distanzwürfen die aber weitgehend ihr Ziel verfehlten. Den Hamburgern gelingt vier Minuten kein Korb, bis am Ende des ersten Viertels Devon Daniels und Lennart Thorpe (9 Punkte) wieder treffen. Im zweiten Vierte finden die Towers besser in die Spur, haben aber mit dem Rückstand aus dem ersten Abschnitt eine hohe Hypothek. So können die Gäste den Vorsprung bis zur Pause auf 25 Punkte ausbauen.
Devon Daniels dreht bei den Hamburg Towers auf
Nach dem Seitenwechsel erzielt Verge Jr. in der 22. Minute mit einem Plus-1-Spiel die höchste Führung für RASTA. In dieser Phase übernimmt Devon Daniels Verantwortung bei den Hamburgern und brimgt sein Team mit 11 Punkten innerhalb von fünf Minuten wieder ins Spiel. Auch Zsombor Maronka blüht auf und zeigt sich vor allem aus der Distanz treffsicher (17 Punkte, 8 Rebounds, 5/7 3er). Zu Beginn des Schlussviertels schmilzt Rückstand der Gastgeber auf 13 Punkte, nachdem Ross Williams drei Freiwürfe verwandelt. Die Hamburger geben sich zu keinem Zeitpunkt auf.
Hamburg Towers machen es spannend
Als Daniels drei Minuten vor dem Ende den Rückstand erstmals wieder einstellig setzt, keimt bei den Zuschauern wieder Hoffnung auf. Aber Vechta findet eine Antwort. Bamba und Lloyd Pandi (10 Punkte, 5 Rebounds) bringen die Partie wieder unter Kontrolle. Die Towers versuchen jetzt, mit Distanzwürfen den Rückstand aufzuholen. Das gelingt auch ganz gut, bringt aber auch Hektik, wenn der Ball verloren geht. 40 Sekunden vor dem Ende zeigt sogar Verge Jr. Nerven und verlegt bei einem Vorsprung von sieben Punkten zwei Freiwürfe. Aber der Substanzverlust bei den Hamburgern durch die Aufholjagd ist zu groß. Lars Thiemann (12 Punkte) setzt den Schlusspunkt und bringt den verdienten Sieg der Gäste unter Dach und Fach. Mit dem 15. Saisonsieg kann RASTA Vechta seine Ambitionen auf einen PlayIn-Platz unterstreichen, während die 17. Niederlage für die Towers ein Rückschlag ist.
Nach dem Spiel ist vor dem Spiel
Am Mittwoch, dem 19. April empfangen die Hamburg Towers mit den Rostock Seawolves den nächsten Nordrivalen, der ebenfalls auf einen PlayIn Platz schielt. Dabei mussten die Norddeutschen mit einer Niederlage gegen Ulm ebenfalls einen Rückschlag einstecken.
Fotos: © Beate Eckert-Kraft – www.imajix.de
