St. Pauli Elbtunnel komplett denkmalgerecht saniert

06. Mai 2026 10:55 contrast media Aktuelles,Architektur,Geschichte,Hafen,St. Pauli,Touren , , , ,

Eröffnete Weströhre des St. Pauli Elbtunnels

Weströhre wieder für Öffentlichkeit zugänglich

Der St. Pauli Elbtunnel – auch Alter Elbtunnel genannt – war bei seiner Eröffnung im Jahr 1911 eine technische Sensation. Als erster Flusstunnel auf dem europäischen Kontinent verbindet das die St. Pauli-Landungsbrücken mit dem Stadtteil Steinwerder. Damit verschaffte er Hafenarbeitern einen einfachen Zugang zu den Werften. Der Tunnel ist 426,5 Meter lang und liegt fast 24 Meter unter der Wasseroberfläche. Er besteht aus zwei Röhren mit je 6 Metern Durchmesser. Nach 15 Jahren Bauzeit ist das denkmalgeschützte Gebäude nun rechtzeitig zum Hafengeburtstag komplett saniert und wieder für die Öffentlichkeit zugänglich. Nachdem im April 2019 bereits die Oströhre freigegeben wurde, ist nun auch die Weströhre vollständig denkmalgerecht saniert.

Im Gegensatz zum neuen Elbtunnel, der Teil der A7 ist, ist der Alte Elbtunnel nicht mehr für den Autoverkehr freigegeben. Die Oströhre kann seit gestern als Teil der Radroute 4 für den unmotorisierten Individualverkehr sowie von Fußgängern genutzt werden. Die Weströhre steht ausschließlich Fußgängern und der touristischen Nutzung zur Verfügung.

HPA-Geschäftsführer Jens Meier enthüllte gemeinsam mit Wirtschaftssenatorin Dr. Melanie Leonhard, Kultursenator Dr. Carsten Brosda am 4. Mai den Zugang. Die Hamburg Port Authority (HPA) hat die im Juni 2019 begonnenen Sanierungsarbeiten in enger Abstimmung mit dem Denkmalschutzamt durchgeführt.

„Der Alte Elbtunnel zählt zu den herausragenden Denkmälern Hamburgs. Sein Bau vor über 100 Jahren war eine technische Meisterleistung. Dank der umfassenden denkmalgerechten Sanierung erstrahlt er jetzt in neuem Glanz und wurde technisch fit für die Zukunft gemacht. Er lädt dazu ein, auf dem Weg zur anderen Seite der Elbe in die Geschichte unserer Stadt und des Hafens einzutauchen. Mein Dank gebührt allen Beteiligten, die das durch ihre exzellente Arbeit möglich gemacht haben“, sagt Carsten Brosda.

Fotos: © Beate Eckert-Kraft

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