Jamie Cullum begeistert ELBJAZZ Fans

13. Juli 2026 13:40 contrast media Event-Klassiker,Festivals,Hafen,Musik,Veranstaltungen , , , ,

Jamie Cullum

19.000 Besucher auf 13. Ausgabe des Festivals bei Blohm + Voss

Nach einem Jahr Pause ist der Swing in den Hamburger Hafen zurückgekehrt. Mit einem etwas veränderten Konzept und 33 Konzerten hat der Veranstalter Karsten Jahnke das 13. ELBJAZZ Festival auf die Bühnen des Werftgeländes von Blohm + Voss zurückgebracht. Neben der Main Stage und der Bühne Am Helgen sowie der Bühne in der Alten Schiffbauhalle gab es die Hamburg Stage, die in Kooperation mit der Hochschule für Musik und Theater HfMT talentierten Newcomern aus der Region eine Plattform bot. Dafür gab es in diesem Jahr keine Bühne vor der Elbphilharmonie. Zudem stand der Jazz wieder stärker als in den vergangenen Jahren im Vordergrund. Insgesamt lockte das Festival an zwei Tagen rund 19.000 Besucher an. Mit vier Konzerten war auch der Große Saal der Elbphilharmonie wieder dabei. Für Nachtschwärmer ging es in Aftershow Parties im Mojo Club auf der Reeperbahn weiter. Mit Jamie Cullum, Incognito Pop-Legende Tom Jones und der Soul-Sängerin Joss Stone standen auch in diesem Jahr attraktive Weltstars auf der Bühne.

Wie in jedem Jahr gab es neben einem Bus-Shuttle auch einen halbstündigen Barkassen-Service, der die Besucher auf das Werftgelände transportierte. Viele nutzen aber den Fußweg durch den frisch sanierten Alten Elbtunnel, um zu den Bühnen zu gelangen. Dort gab es erstmals eine Tribüne mit zubuchbaren Plätzen vor der Main Stage. Ansonsten gab es das bekannte ELBJAZZ Feeling – Musik in der Luft und sitzen, wo man Platz findet. Dazu standen neben verschiedenen Bars und Food Trucks mit Bänken auch eine Beach Bar mit Strandkörben zur Verfügung. Nachdem in der Vorwoche Herbststürme die Hansestadt aufsuchten, kam zum Festival-Start die Sonne heraus.

Jamie Cullum

Mit Jamie Cullum stand nach 2013 und 2019 zum dritten Mal auf der Bühne des ELBJAZZ Festivals. Mit einer energiegeladenen Show sorgte er bei den Fans für Begeisterung. Nachdem sein letzter Auftritt von Regenwetter begleitet war, konnte er dieses Mal einen lauen Sommerabend genießen. Mit Song wie Praise You, Don’t Stop the Music, Everlästing Love oder Gran Torino brachte er eine Mischung aus Standards, Cover-Versionen und Eigenkompositionen auf die Bühne. Seine mit großer Leichtigkeit von rhythmischen Einflüssen aus Funk und Latin geprägte Musik brachte die Besucher schnell zum Tanzen und auch zum Mitsingen.

Incognito

Das Acid Jazz Ensemble Incognito stellte aug der Bühne Am Helgen ihr 26. Album vor. Das aus wechselnden Mitgliedern bestehende Kollektiv legte eine dynamische Show hin. Mit Vanessa Haynes, Imaani und Joy Rose standen drei überragende Sängerinnen auf der Bühne.Trotz seiner Parkinson-Erkrankung war auch der Gründer Jean-Paul „Bluey“ Maunick dabei. Zur Gitarre greifen konnte der nicht, aber allein seine Präsenz ließ den Geist der 90er aufleben. Bereits in den 1990er Jahren sorgte die Band in der britischen Soul-Funk-Szene als Aushängeschild des damals boomenden Acid Jazz.

Greentea Peng

Den Freitag Aben schloss die britische R&B Sängerin und Songwriterin Aria Rachel Adrienne Wells als Greentea Peng ab. Mit mit einem lässigen Sound und einem Mix aus Soul, HipHop und psychodelischen Anklängen entließ sie die Besucher nach einem anregenden Tag in die laue Sommernacht.

Auch am Sonnabend erwartete die Zuschauer ein interessantes Programm, das die verschiedenen Facetten des Jazz aufzeigte.

China Moses und Jose James

China Moses ist quasi Dauergast beim ELBJAZZ Festival. Nachdem die Tochter der Jazz Sängerin Dee Dee Bridgewater bereits am Freitag gemeinsam mit der HfMT Band auf der Hamburg Stage aufgetreten war, präsentierte sie am Sonnabend Nachmittag gemeinsam mit dem amerikanischen Jazz Sänger José James ein umjubeltes Marvin Gaye-Special.

Christone „Kingfish“ Ingram

Der Sänger und Gitarrist Christone „Kingfish“ Ingram sorgte beim 13. ELBJAZZ für Missisipi-Dela-Feeling. Der in Clarksdale geborene Sänger und Gitarrist steht klar in der Tradition der Blues-Veteranen B.B. King, Muddy Waters und Albert King. Neben typischen Blues Phrasen hat er seine Musik um Stilelemente von Prince und aktuellen Stilistiken weiterentwickelt und schlägt so eine Brücke vom klassischen Blues zum jungen Publikum.

Nubya Garcia und Snarky Puppy

Die Sängerin und Saxophonistin Nubya Garcia war am frühen Sonnabend Abend von der Schiffbauhalle auf die Bühne Am Helgen gewechselt.wo sie GoGo Penguin vertrat, die ihren Auftritt kurzfristig absagen mussten. Für sie gab in der Schiffbauhalle Fergus McCreadie nach seinem Auftritt in der Elbphilharmonie ein zweites Konzert. Für den ultimativen Groove sorgte die FusionFormation aus den USA, Snarky Puppy auf der Main Stage.

Tom Jones

Als Highlight am Sonnabend Abend bildete der Auftritt von Tom Jones den Abschluss des Festivals. Der 86.jährige Sänger kehrte im Rahmen seiner Come Gather Round Tour das erste Mal nach 17 Jahren wieder in die Hansestadt zurück.. Bei seinen Songs hob er die Ausdruckskraft seine Stimme in den Vordergrund, sodass seine ehemals zum Mitklatschen angelegten Gassenhauer einen reifen, erdigen Charakter bekamen.

Foto und Video: © Beate Eckert-Kraft – www.imajix.de

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