Alexander Zverev gewinnt die US Open
Vier-Satz-Sieg gegen Ben Shelton sichert zweiten Gand Slam Titel
Punkt für Punkt spielen ist die Devise bei einem Tennis-Match. Als Alexander Zverev nach 3:32 Stunden den Matchball bei den US Open verwandelte, war ihm gar nicht bewusst, dass das Match beendet ist. Er brachte sich noch einmal in Position für das nächste Aufschlagsspiel, während auf der Anzeigetafel bereits Glückwünsche eingeblendet wurden. Genau sechs Jahre zuvor musste der Hamburger nach einer 2:0 Satzführung gegen Dominic Thiem eine seiner bittersten Niederlagen einstecken. Seitdem hatte er nahezu alle Titel gewinnen können, nur keinen Grand Slam. Mit dem Gewinn von Roland Garros im Juni diesen Jahres scheint der Bann gebrochen. Swe 6:3 7:6 4:6 6:2 Sieg gegen Ben Shelton sichert „Sascha“ bereits den zweiten Grand Slam Titel in diesem Jahr. Er ist der erste deutsche US-Open-Sieger nach Boris Becker im Jahr 1989.
Bisher hatte Alexander Zverev alle fünf Matches gegen Ben Shelton für ich entscheiden können. Aber der US-Amerikaner wollte den erste Titel vor eigenem Publikum nach Andy Roddick im Jahr 2003 holen. Auf dem Weg ins Finale hatte er Carlos Alcaraz, Stefanos Tsitsipas und Frances Tiafoe ausgeschaltet. Die anfängliche Nervosität brachte für Zverev gleich das erste Break. Mit einem Doppelfehler gab der 23-Jährige dann auch den Satz ab. Shelton wirkte in manchen Phasen etwas übermotiviert und ließ sich von Zverev zu einigen Fehlern hinreißen. Im zweiten Satz brachten beide ihre Aufschläge durch. Der Tie Break ging aber klar an Zverev.
Mit Ruhe und Fokus in Davis Cup Atmosphäre zum Sieg
Ben Shelton nutze die Pause, um seine Strategie zu überdenken und kam mit variablem Spiel kombiniert mit Serve and Volley besser in die Partie. Beim Stand von 5:4 gelang ihm das Break zum dritten Satz. In dieser Phase entwickelten sich in Davis-Cup-Atmosphäre zahlreiche packende Ballwechsel. Alexander Zverev ließ sich davon nicht anstecken und zog in aller Ruhe sein Spiel durch. Ihm gelang es immer wieder, sich den Gegner zurecht zu legen. Mit dem Break im ersten Spiel des vierten Satzes nahm die Partie dann ihren Lauf. Zverevs Fokus wurde deutlich, als ihm nicht einmal bewusst war, dass er gerade den US Open Titel gewonnen hatte.
Nach dem Aus gegen Alcaraz im Halbfinale der Australian Open stand er in drei Grand Slam Turnieren hintereinander im Finale. Mit dem Titel bei den French Open sichert sich Zverev nun seinen zweiten Grand Slam. Nur in Wimbledon musste er sich im Finale Jannik Sinner geschlagen geben.
Foto: © Beate Eckert-Kraft – www.imajix.de
