Miniatur Wunderland feiert 25. Jubiläum mit langer Nacht

16. August 2026 16:01 contrast media Events

^Werkstatt Miniatur Wunderland

Geöffnete Werkstätten und Mitmach-Aktionen ermöglichen Blick hinter die Kulissen

Es war der 16. August 2001, als um 12.00 Uhr Frederik und Gerrit Braun den ersten Bauabschnitt des Miniatur Wunderlandes in Anwesenheit des damaligen Hamburger Bürgermeisters Ortwin Runde eröffneten. Auf 300 Quadratmetern war in der HafenCity eine Welt entstanden, die in mühevoller Kleinarbeit Modelle im Maßstab 1:87 darstellt. Geplant war eine Traumwelt auf 544 Quadratmetern, in der 500 Züge mit 7.000 Waggons auf 5.000 Metern Gleis fahren. Nach nunmehr 25 Jahren ist die Welt auf 5000 Quadratmeter angewachsen und hat 27 Millionen Gäste aus aller Welt angelockt. Neben Teilen aus Deutschland sind auch Landschaften aus den USA, Südamerika, Italiens und der Schweiz zu sehen. Das Wunderland feierte das 25-jährige Jubiläum mit einer langen Nacht, in der die Besucher auch einen Blick hinter die Kulissen werfen konnten.

Dabei zeigten die Betreiber, dass sie ihre Liebe zum Detail auch in einem Viertel Jahrhundert nicht verloren haben und dass sie die spielerische Freude, mit der sie sich in das Abenteuer Wunderland gestürzt haben, noch heute leben. Zu Beginn begrüßten Gerrit und Frederik Braun jeden Besucher auf einem Roten Teppich. Einige hatten sogar eigene Exponate mitgebracht.

Milsestones – von der Idee zur größten Modelleisenbahn der Welt

Die Idee dafür war im Jahr 2000 auf einem Geburtstag in Zürich entstanden. Nicht zu lange nachdenken – zwei Monate später wurde der Mietvertrag unterzeichnet und am 1. November erfolgte er Einzug in den Speicher am Kehrwieder 2. Mit 20 Mitarbeitern startete der erste Bauabschnitt. Zur Eröffnung hatte sich die Mitarbeiterzahl verdoppelt. Mit der Eröffnung des Hamburg-Abschnitts im November 2002 nahm die Reise Fahrt auf. Nach der Eröffnung des Amerika-Abschnitts hatten im Januar 2003 100.000 Besucher die Ausstellung besucht. Mit Skandinavien und der Schweiz war die Fläche nun zu klein, um weiter zu expandieren. Im Januar 2019 kamen 800 Quadratmeter neue Fläche hinzu. 2012 erhielt das Miniatur Wunderland erstmals den Deutschen Tourismuspreis. Kurz darauf empfingen die Betreiber den 10.000.000ste Besucher. Im September 2015 war es dann amtlich: Guinness World Records kürt das Miniatur Wunderland offiziell zur größten Modelleisenbahn der Welt.

Corona macht auch vor der Traumwelt nicht Halt

Auch an Google ist die Attraktion nicht vorbeigegangen: Das Wunderland wird als kleinster Ort der Welt Teil von Google Street View.. Mit der Eröffnung des Italien-Abschnitts in Oktober 2016 hat die Traumwelt wieder neues Territorium betreten. Im Dezember des gleichen Jahres wurde der 15.000.000ste Besucher begrüßt. Im März 2020 kam die lebendige Mini-Welt erstmals Corona bedingt zum Stillstand. Aber die Entwicklung lässt sich nicht aufhalten. Trotz der Pandemie überquert das Wunderland im Juli 2020 mit einer 25 m langen Fußgängerbrücke „den Atlantik“ und verbindet das ‚alte‘ Wunderland wird den neuen Flächen auf der anderen Seite des Fleets. wo nun Rio de Janeiro beheimatet ist. Noch vor dem 20. Jubiläum öffnet das Wunderland seine Tore wieder für Besucher und zählt inzwischen 20.000.000 Gäste.

Wunderland wird virtuelle Attraktion

Gemeinsam mit dem Europa-Park Rust erobert das Miniatur Wunderland die virtuelle Attraktion YOULLBE. Die neuen Flächen laden natürlich zur Ausgestaltung ein. Die Sonderausstellung „Wunderland 3D Gemälde“ und des Wunderland Diners sowie der Patagonien-Abschnitt bereichern die Traumwelt um weitere Attraktionen. Im Abschnitt Monaco wird natürlich auch Formel 1 gefahren und die Provence bezaubert mit ihrer Landschaft. Im März 2025 begrü0t das Wunderland die begrüßt die 25.000.000ste Besucherin, Mit Otto und dem Panik-Express haben sich inzwischen auch Legenden in der Mini-Welt verewigt. Im April 2026 erreichen mit der Atacama-Wüste und dem Amazonas Regenwald weitere Teile aus Südamerika die Hansestast. Im Juni taufte dann die Deutsche Bahn zum 25. Jubiläum einen ICE 4 auf den Namen Knuffingen.

Modellbau erfahrbar gemacht

Neben den Ausstellungsräumen waren dann auch die Werkstätten geöffnet. Dabei beantwortete jeder Mitarbeiter mit viel Geduld die zahlreichen Fragen der Besucher. Als besondere Highlights gab es einen Technik-Talk mit Gerrit und Gerhard zeigte auf, was die Zukunft des Modellbaus bringt. Die Gäste waren besonders interessiert, wie die aufwändig gestalteten Modelle zustande gekommen sind und wie die Technik dahinter funktioniert. An den einzelnen Stationen konnten sich die Besucher an ferngesteuerten Autos oder Schiffen versuchen. die Flugzeug-Achterbahn bedienen oder sich sogar mit eigenen Werken verewigen. Dabei konnten sie wertvolle Erkenntnisse zum Modellbau sammeln. Bei YOULLBE war es möglich, virtuell zu schrumpfen und die mit modernster Hollywood-Technik ausgestattete Virtual Reality-Welt zu erleben. Um 5 Uhr morgens endete die lange Nacht mit einem Frühschoppen – gerade rechtzeitig, um noch den Fischmarkt zu besuchen.

Fotos und Video: © Beate Eckert-Kraft – www.imajix.de

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