Klassenerhalt

01. Juni 2015 23:34 contrast media Aktuelles,Fußball ,

Das war an Dramatik nicht zu überbieten. Der HSV hat im Relegationsspiel zur Bundesliga beim Karlsruher SC mit einem Sieg in der Verlängerung den Klassenerhalt geschafft. Dabei stand der Verein in der 90. Minute noch mit beiden Beinen in der 2. Liga, da das Team mit 0:1 zurücklag.

Erst ein umstrittener Freistoß an der Strafraumgrenze ermöglichte der Mannschaft von Bruno Labbadia den Ausgleichstreffer zum 1:1, der die Verlängerung zur Folge hatte.

Eigentlich wollte van der Vaart den Freistoß schießen, aber Marcelo Diaz trat an und traf die verdutzten Karlsruher mitten ins Herz. Als dann in der Verlängerung Nicolai Müller nach einer gelungenen Kombination mit den eingewechselten Stieber und Cleber das 2:1 erzielte, war die Entscheidung gefallen Karlsruhe konnte nicht mehr zulegen.

Die Enttäuschung über das Verpassen des schon sicher geglaubten Aufstiegs war zu groß. Einen Elfmeter von Rouwen Hennings in der 120. Minute hielt Rene Adler bravourös. Aber es spielte sowieso keine Rolle mehr, da Karlsruhe noch ein Tor mehr benötigt hätte.

4000 mitgereiste Zuschauer sowie 13 000 Zuschauer beim Public Viewing im Stadion in Hamburg und die Mannschaft feierten den Verbleib in der Bundesliga wie die siebte Deutsche Meisterschaft. Im Überschwang der Gefühle versprach Dietmar Beiersdorfer, dem erst sechs Spiele vor Ende der Saison als Trainer eingesetzten Bruno Labbadia eigenhändig ein Denkmal zu bauen.

Jetzt ist es wichtig, die richtigen Schlüsse aus den Ereignissen der chaotischen Saison zu ziehen. Noch einmal wird ein solcher Kraftakt nicht möglich sein. Es bleibt zu hoffen, dass das Denkmal nicht gleich nach ein paar Monaten wieder abgebaut wird, sondern Vertrauen in den eingeschlagenen Weg gegeben wird.

In den nächsten Tagen stehen noch Verhandlungen mit Spielern auf dem Programm, die bereits als aussortiert galten. Labbadia, wird ein gewichtiges Wort in der Sache einlegen, da er in der Endphase der Saison gerade mit Erfolg auf diese Spieler baute.