Hamburg Towers mit 2. Playoff Niederlage

22. Mai 2021 22:54 Beate Eckert-Kraft Aktuelles,Basketball ,

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T. J. Shorts Gala gegen ALBA Berlin

Die Hamburg Towers haben auch das zweite Spiel im PlayOff Viertelfinale verloren Nach der deutlichen Niederlage in der ersten Begegnung gegen ALBA Berlin leistete das Team von Head Coach wesentlich mehr Widerstand und unterlag nach in weiten Teilen ausgeglichenem Spiel mit 83:95 (65:68 41:48 22:27). Berlin war über die gesamte Spieldauer ausgeglichener besetzt und brachte mehr Konstanz aufs Feld. Bei den Hamburgern war T. J. Shorts mit 27 Punkten und 8 Assists der überragende Spieler.

Beiden Teams fehlten wichtige Spieler. Bei ALBA musste neben Sikma und Thiemann auch Louis Olinde zuschauen, der sich in der ersten Begegnung wahrscheinlich eine Oberschenkel-Verletzung zugezogen hatte. In der selben Situation hatte sich auch Kameron Taylor erneut am bereits lädierten Knöchel verletzt. Den vermissten die Hamburger schmerzlich.

Hamburg Towers mit gutem Start

“Wir waren nicht bereit”, lautete das einhellige Resümee der Towers nach der ersten Begegnung. Dass das heute anders sein sollte bewies Max DiLeo gleich in der ersten Minute mit einem Ballgewinn, den Bryce Taylor gleich zu einer 3:0 Führung verwandelt. Aber auch Berlin ist gut im Spiel. Peyton Siva (16 Punkte 2/3 3er) verschafft seinem Team mit drei Treffern in Folge einen Vier-Punkte Vorsprung. Aber auch Terry Allen trifft aus der Distanz und Maik Kotsar, erzielt im Anschluss an einen Block von Shorts die erneute Führung für die Gäste. Bei den Hamburgern präsentiert sich auch Jordan Swing (15 Punkte, 3/6 3er) in guter Form, der nach sieben Minuten mit einem 3er den Ausgleich zum 14:14 erzielt. Überhaupt zeigen sich die Hamburger an der Dreierlinie stark verbessert und verwandeln 45,2 Prozent ihrer Distanzwürfe. Dabei zeigen sich neben Swing auch T.J. Shorts (3/4 3er), Bryce Taylor (3/7 3er) und Zac Cuthbertson (3/4 3er) besonders treffsicher. Bei den Berlinern sind Simone Fonteccio mit 4/6 3ern und Ben Lammers mit 4/5 3ern die besten Distanzschützen.

Shorts Dreh- und Angelpunkt im Hamburger Spiel

Lammers bringt sein Team zu Beginn des zweiten Viertels mit 29:22 in Führung. Aber die Hamburger starten einen 11:2 Lauf und gehen nach 14 Minuten erneut in Führung. Dabei ist vor allem Shorts der entscheidende Spieler, der an jeder Situation der Hamburger beteiligt ist und das Aufbauspiel geschickt lenkt. Als er erschöpft vom Feld muss, baut ALBA die Führung bis zum Ende der ersten Hälfte auf 11 Punkte aus. Aber Shorts verkürzt den Rückstand nach seiner erneuten Einwechslung noch auf sieben Punkte.

ALBA Berlin mit mehr Konstanz

Nach dem Wechsel ist Berlin zunächst die dominierende Mannschaft und zieht auf 60:48 davon. Aber Johannes Richter, Cuthbertson (15 Punkte), Swing und Shorts bringen die Hamburger wieder auf zwei Punkte heran. Die Begegnung ist jetzt ausgeglichen, aber Berlin erkämpft sich erneut leichte Vorteile. Nach 34 Minuten muss der starke Swing mit dem 5. Foul das Feld verlassen. Damit fehlt den Hamburgern in der Offensive eine wichtige Option. Nach 37 Minuten erzielt Fonteccio das 87:70. Aber die Towers geben nicht auf und kommen noch einmal auf acht Punkte heran, bevor Nils Giffey und Peyton Siva den Endstand herstellen.

PlayOff Stimmung mit Zuschauern im InselPark

Head Coach Pedro Calles wäre gern mit einem Sieg in die beiden Heimspiele gegangen. Nun müssen die Hamburger das Heimspiel am Pfingstmontag gewinnen, um noch eine Chance auf das Halbfinale zu bekommen. Die Hamburger können zu Hause wieder vor 200 Zuschauern spielen. Vielleicht ist das ein Faktor, der noch den Ausschlag geben kann. In jedem Fall wird der InselPark einen Hauch von PlayOff-Stimmung erleben.

Foto: © Beate Eckert-Kraft – www.imajix.de