Handball SV Hamburg gibt Sieg aus der Hand

28. Dezember 2021 08:23 Beate Eckert-Kraft Handball ,

HSVH vs BHC

26:27 Heimniederlage gegen den Bergischen HC zum Jahresanschluss

Der Handball SV Hamburg hat zum Abschluss eines erfolgreichen Jahres sein letztes Heimspiel verloren. Das Team von Trainer Torsten Jansen unterlag gegen den Bergischen HC mit 26:27 (15:12). In einem spannenden Schlussspurt hatten die Gäste aus de Bergischen Land das Spiel noch gedreht, nachdem die Hamburger 45 Minuten Lang wie der sichere Sieger ausgesehen hatten. Der BHC kann sich durch den ersten Sieg nach zehn Spielen von den Abstiegsplätzen absetzen.

„Es war ein glücklicher Sieg. Wir haben es in der letzten Viertelstunde gedreht. Wir haben endlich besser verteidigt und am Ende haben auch ein paar unglückliche Entscheidungen eine Rolle gespielt“, sagte ein erleichterter Sebastian Hinze nach dem Spiel. Ein 0:6 Lauf zwischen der 44. und 51. Minute gaben am Ende den Ausschlag. In dieser Phase waren die Angriffe des HSV Hamburg nicht mehr durchschlagskräftig genug. Zudem konnte sich David Schmidt immer besser im Angriff durchsetzen und der Keeper des BHC, Tomas Mrkva, hielt einige entscheidende Bälle.

Der Bergische HC hatte nach einer Niederlagenserie mit einem 27:27 in Lemgo Selbstvertrauen getankt. Nachdem der Handball SV Hamburg sich im Mittelfeld der Tabelle festgesetzt hatte, sollte nach den Niederlagen gegen die großen Brocken THW Kiel, Füchse Berlin und die „Unbesiegbaren“ aus Magdeburg das Jahr mit einem Sieg abgeschlossen werden. Wegen der Handball Europameisterschaft steht der Handball Bundesliga mit dem Jahreswechsel eine Pause bis Anfang Februar bevor.

HSV Hamburg mit souveränem Start

Zunächst lief auch alles nach Plan. Nach 21 Minuten hatte Nicolai Theilinger mit zwei Treffern in Folge einen Vier-Tore-Vorsprung herausgeholt. Aber die Gäste hielten Anschluss und verkürzten den Rückstand bis zur Pause auf 12:15. Bis zur 41. Minute hielt das Jansen-Team den Vorsprung souverän.

BHC startet Aufholjagd

Als die Gäste innerhalb von zwei Minuten den Rückstand auf einen Treffer reduzieren, reißt bei den Hamburgern der Faden. Mit zwei Zeitstrafen in Folge macht sich der HSV Hamburg in dieser Phase noch zusätzlich das Leben schwer. Die Gäste nehmen die Einladung an und nutzen jetzt jeden Fehler der Gastgeber gnadenlos aus. Zudem lässt die konsequente BHC-Abwehr nun kaum noch strukturierte Angriffe des HSVH zu. Die Hamburger schließen kaum noch Angriffe ab. In der 51. Minute beendet Casper Mortensen die Torflaute mit dem 22:23. Zwei Minuten vor dem Ende schafft der HSVH in Unterzahl sogar den Ausgleich, aber die Gäste gehen kurz darauf wieder in Führung.

Handball-Krimi mit glücklichem Ende für BHC

Die letzte Minute bestreiten die Hamburger in Überzahl und holen für den letzten Angriff noch einen siebten Feldspieler auf das Feld. Auf der rechten Seite wird Frederik Bo Andersen freigespielt, der einen Kempa-Trick auf Leif Tissier probiert. Aber Csaba Szücs fängt den Ball vor dem hereinlaufenden Rückraum-Spieler ab. Möglicherweise stand er mit dem Fuß bei dieser Aktion im Kreis. Aber die Schiedsrichter bewerteten die Szene anders. Die Hamburger haben das Spiel vorher aus der Hand gegeben und die Chancen, das Spiel vorzeitig zu entscheiden, nicht genutzt. Damit nimmt der HSVH eine bittere Niederlage mit in die Spielpause.

Das Team von Torsten Jansen kann trotzdem auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken. Mit dem Aufstieg in die Bundesliga und acht Siegen konnte sich der HSVH bisher von den Abstiegsplätzen fernhalten. Die Perspektiven, sich in der Liga zu etablieren stehen mit einer Mischung aus jungen und erfahrenen Spielern gut. Auch gegen den BHC hat die Mannschaft 45 Minuten lang eine beeindruckende Vorstellung abgeliefert. Die Leistungsdichte in der Liga ist aber so ausgeglichen, dass man sich niemals sicher fühlen darf.

Fotos: © Beate Eckert-Kraft – www.imajix.de