Hamburg Towers unterliegen Brose Bamberg

05. Januar 2022 23:40 Beate Eckert-Kraft Basketball ,

Hamburg Towers vs Bamberg

Viele Fehler nach starkem Beginn

Im Nachholspiel der Basketball Bundesliga mussten die Hamburg Towers ihre sechste Saisonniederlage hinnehmen. Vor 1810 Zuschauern im Wilhelmsburger InselPark unterlagen die „Türme“ gegen Brose Bamberg mit 75:87 (55:65 34:44 14:16). Ohne Jalon Brown fehlte den Hamburgern nach starkem Beginn die Effizienz in der Offensive. Da halfen auch die 27 Punkte und 7 Assists von Caleb Homesley nicht. Nachdem sich auch noch der zweite Point Guard Justustus Hollatz verletzte, war das Team zu sehr auf Einzelaktionen angewiesen. Bamberg trat mit den Nachverpflichtungen Akil Mitchell, Shannon Scott und Tomas Kyzlink unter dem neuen Head CoachOren Amiel nach anfänglichen Problemen als starke Einheit auf.

Vor Spielbeginn hatte es Spekulationen um eine Verschiebung des Spiels gegeben, das einige Spieler der letzten Gegners der Hamburg Towers, ALBA Berlin, positiv auf Corona getestet wurden. da aber alle Spieler ein negatives Testergebnis aufwiesen wurde das Spiel angepfiffen.

Hamburg Towers legen vor

Zu Beginn der Begegnung war den Hamburgern nichts mehr von den Turbulenzen anzumerken. Auch ohne Jaylon Brown laufen die Angriffe konstruktiv. Bereits Mitte des ersten Viertels führt das Team von Head Coach Pedro Calles mit 14:4. Nach einer Auszeit fangen sich die Gäste aus Oberfranken. Mit einem 14:0 Lauf übernehmen sie die Führung. Als auch noch Hollatz umknickt, ist der Spielfluss bei den Hamburgern raus. Immer wieder kommen Patrick Heckmann (11 Punkte), Akil Mitchell (16 Punkte) und Omar Prewitt (19 Punkte) nach Fehlern zu leichten Punkten. Erst Caleb Homesley beendet mit dem 16:18 in der 12. Minute die Korbflaute der Towers.

Bamberg übernimmt nach 14:0 Lauf die Spielkontrolle

Die Gastgeber sind jetzt wieder besser im Spiel, aber Bamberg hat immer eine Antwort und übernimmt Mitte des zweiten Viertels wieder die Spielkontrolle und baut dem Vorsprung bis zur Pause auf zehn Punkte aus. Bei den Hamburgern lastet in dieser Phase auf den Schultern von Homesley, der knapp 36 Minuten auf dem Feld steht und meistens auch den Spielaufbau übernehmen muss. Das Team lässt zahlreiche Möglichkeiten liegen und versucht es immer wieder mit riskanten Würfen. Nur Seth Hinrichs erreicht mit 15 Punkten und neun Rebounds noch seine Normalform.

Alles läuft über Homesley

In der zweiten Hälfte baut Bamberg den Vorsprung zeitweise auf 16 Punkte aus. Die Hamburger lassen sich nicht hängen und kämpfen sich immer wieder heran. Aber in der Offensive läuft nicht mehr viel zusammen. Viele Angriffe werden unglücklich oder überhastet abgeschlossen. „Wir haben einfache Punkte zugelassen und konnten in der Offensive nicht dagegenhalten und somit auch nicht mehr aufholen“. sagt Head Coach Pedro Calles. Es scheinen in dieser Phase Lösungen zu fehlen, die nun souverän aufspielenden Gäste in Verlegenheit zu bringen, die sich mit dem siebten Saisonsieg wieder in die Nähe der PlayOff-Platz gebracht haben. „Jaylon und Justus sind wichtige Faktoren für unsere Offensive, wir haben Probleme, wenn niemand in die Rolle schlüpfen kann“ sagt Seth Hinrichs.

Für die Hamburg Towers wird es nicht leichter. Nach Meister Berlin, Serienmeister Bamberg steht nun am Sonntag, dem 9. Januar die Reise zum Tabellenführer Bonn auf dem Programm, der am Sonntag in Crailsheim erst seine dritte Saisonniederlage einstecken musste.

Fotos: © Beate Eckert-Kraft – www.imajix.de