Senat präsentiert erste Entwürfe für ein Freibad an der Außenalster
Naturbad nach skandinavischem Vorbild am Schwanenwik
Hamburg ist eine Stadt mit vielen Gewässern. Bereits im Jahr 1869 gab es an der Außenalster im Bereich Schwanenewik eine öffentliche Badestelle. Sie wurde im Zweiten Weltkrieg zurückgebaut. Die Idee, erneut ein Schwimmbad an der Alster zu errichten ist nicht neu. Bereits seit vielen Jahren gibt es Vorschläge, die aber über einen Ideenentwurf nicht hinausreichten. Im Zuge des Bewerbungsverfahrens für die Olympischen und paralympischen Spiele ist aber wieder Bewegung in die Angelegenheit gekommen. Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher stellte gemeinsam mit der Zweiten Bürgermeisterin Katharina Fegebank und Sportsenator Andi Grote. den ersten Planungsentwurf vor.
Demnach könnte an der Alsterwiese am Schwanenwik ein modernes Naturfreibad nach skandinavischem Vorbild entstehen. Die Einbeziehung von Gastronomie und einer Sauna in die Planungen könnten die Schwimmsaison verlängern und das Baden auch an kälteren Tagen ermöglichen. Damit könnte der Ort nicht nur in der Badesaison, sondern ganzjährig zu einem attraktiven Anlaufpunkt werden. Vorbilder gibt es bereits in Kopenhagen und Oslo.



Die Visualisierungen zeigen ein unbeheiztes Schwimmbecken sowie zwei separate Kinderbecken vor. Die vorgelagerte Wiese am Schwanenwik ist als Treffpunkt vorgesehen. Hinter einem Hügel ist auf dem Entwurf die Infrastruktur für Umkleiden, Duschen sowie Sanitäranlagen und ein gastronomisches Angebot zu sehen.
Filteranlagen zur Verbesserung der Wasserqualität
Die Qualität des Alsterwassers ist seit vielen Jahren zum Schwimmen geeignet. In der Alster werden bereits die Schwimmveranstaltungen des Triathlons in Hamburg ausgetragen. Für den Badebetrieb soll ein biologisches Filtersystem, das das Gewässer aufbereiten. Neben der Filtertechnik helfen auch mit Schilf bewachsene Zonen am Ufer, die Wasserqualität zu erhalten. Die Maßnahmen werden auch gemeinsam mit Umweltverbänden abgesprochen. Zudem soll der Schiffbetrieb auf der Alster von den Maßnahmen ausgenommen werden. Nach dem ersten Entwurf nimmt das Schwimmbad nur den Teil am Ufer ein, auf dem kein Schiffsverkehr herrscht.
Bürgermeister Tschentscher hält ein Freibad an der Außenalster für realistisch: „Das Büro gmp hat eine interessante Idee für eine öffentliche Badestelle an der Außenalster entwickelt. Erste Prüfungen haben ergeben, dass der Entwurf mit den Anforderungen des Naturschutzes und den sonstigen Nutzungen auf der Außenalster vereinbar ist. Damit ergibt sich eine realistische Perspektive, den Auftrag der Bürgerschaft und den Wunsch vieler Bürgerinnen und Bürger zu erfüllen und einen historischen Ort wieder für eine hoch attraktive öffentliche Nutzung zu öffnen.“
So geht es weiter
Im nächsten Schritt werden die Detail- und Machbarkeitsplanungen vertieft. Dabei stehen Fragen der Wasseraufbereitung, des Naturschutzes, der Sicherheit und des Betriebs auf der Agenda. Auch die Finanzierung muss geprüft werden. Im Zuge dessen will die Stadt gemeinsam mit Bäderland im gesamten Stadtgebiet weitere Orte für die Nutzung als Badestellen prüfen. So kommen beispielsweise Bereiche im Harburger Binnenhafen oder am Billebogen grundsätzlich in Frage. Wenn die Verfahren schnell durchgeführt werden, könnte das Bad bis 2030 den Hamburgern und Hamburgerinnen zur Verfügung stehen.
Visualisierungen: ©gmp moka, Beitragsfoto v. l. Katharina Fegebank, Susan Zetzmann, Peter Tschentscher und Andi Grote ©Beate Eckert-Kraft – www.imajix.de
