Hamburg Towers feiern Meisterschaft
You can guarantee an Aufstieg
Mit den Worten „You can’t guarantee an Aufstieg“ war Coach Mike Taylor in die neue Saison gestartet. Nun haben die Hamburg Towers drei Tage nach dem Aufstieg in die BBL auch die Meisterschaft in der 2. Basketball Bundesliga festgemacht. Mit 99:94 (77:68 49:44 28:29) gewannen sie das Finale gegen die Nürberg Falcons im heimischen InselPark, nachdem sie das Hinspiel mit drei Punkten verloren hatten. Als Justus Hollatz sechs Sekunden vor Schluss den entscheidenden Dreier erzielte, ging die Party los.
Fünf Jahre nach der Gründung haben die aus einem sozialen Projekt in Wilhelmsburg hervorgegangenen Hamburg Towers die Basketball Bundesliga erreicht. Die Fans feierten das Ereignis mit dem legendären Aufstiegs T-Shirt.
Spielfreudige Towers legen vor
Nachdem die Falcons das erste Finale mit 90:87 gewonnen hatten, mussten die Towers mit vier Punkten gewinnen, um auch die Zweitliga-Meisterschaft zu erreichen. So legt das Team von Mike Taylor dann auch gut los und liegt zunächst knapp vorn. Aber das Überraschungsteam der Saison, das ohne eigene Halle den Aufstieg errungen hatte, ließ sich nicht abhängen. Vor allem mit einer beeindruckenden Freiwurf-Quote von 88 Prozent bleibt Nürnberg immer im Spiel und geht kurz vor der ersten Pause mit 29:28 in Führung
Nürnberg profitiert von vielen Ballverlusten
Auch zu Beginn des zweiten Viertels sind sie das treffsicherere Team und haben mit Pongo, Wainright und Kent gute Schützen. Die Hamburg Towers spielen in dieser Phase zahlreiche riskante Pässe und haben so viele Ballverluste. Erst in der letzten Minute übernehmen sie wieder die Führung. Dabei erzielt Towers-Top-Scorer Max Montana (18 Punkte) allein sieben Punkte. Mit 49:44 geht es in die zweite Hälfte.
3, Viertel – Towers-Viertel
Im traditionell starken dritten Viertel bauen die Hamburg Towers die Führung bis auf 16 Punkte aus. Hrvole Kovacevic, der in der Saison kaum eine Rolle gespielt hatte, setzt in dieser Phase viele Akzente und bringt Ruhe ins Spiel. Aber die Falcons kämpfen sich wieder in die Partie zurück.
Hollatz sorgt für die Entsceidung
Mit 94:90 geht es in die letzte Spielminute. Der Vorsprung würde den Hamburgern gerade eben zur Meisterschaft reichen. Aber Wainwright & Co zeigen sich jetzt gerade von der Linie sehr nervenstark. Als Marcell Pongo 10 Sekunden vor Schluss auf zwei Punkte verkürzt, scheint der Titel an die Falcons zu gehen.
Dann schlägt die Stunde des gerade 18 Jahre alt gewordenen Justus Hollatz (verwandelte 3/3 Dreiern). Nach einem Assist von Carlton Guyton wirft er den Dreier zum 99:94. Schröder bekommt noch einem Wurf von der Dreier-Linie, der prallt aber ab und Montana sichert den Rebound. Die Hamburg Towers sind Meister der ProA.
Die Feier geht weiter. Am Dienstag empfängt Hamburgs Erster Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher Die Hamburg Towers im Phönixsaal des Hamburger Rathauses.
Fotos: © Beate Eckert-Kraft